Rechnungskauf im E-Commerce - Ein Garant für den Erfolg?

19. Februar 2009 | Von Andreas Horn | Kategorie: E-Commerce

In Deutschland ist der Rechnungskauf ein entscheidendes Kriterium für erfolgreichen E-Commerce im Endkundenbereich. Sobald der Kauf auf Rechnung angeboten wird, entwickeln sich die Verkaufszahlen steil nach oben, da nicht zuletzt der häufig umständliche Bestellvorgang deutlich abgekürzt werden kann.

Die Shopbetreiber scheuen aber häufig dieses Modell der Zahlungsabwicklung, da der Kauf auf Rechnung zumeist auch mit erheblichen Zahlungsausfällen einher geht, und somit mit hohen Kosten für das Inkasso - also Gerichts- und Anwaltskosten. Leider ist in dem Online-Käufer nicht anzumerken, dass hier mit Ausfallrisiken gerechnet werden muss, so dass man als Shop-Betreiber dem Betrug hilflos ausgesetzt ist.

Risikoabsicherung durch Inkasso-Dienstleister

Um das Inkasso und die Zahlungsausfälle abzufangen, gibt es Dienstleister, die sich diesem Thema annehmen. So wird sowohl eine Vorabprüfung des Risikos angeboten, als auch die Übernahme des kompletten Risikos für Zahlungsausfälle, sollte doch mal ein Kunde nicht bezahlen. Selbst das Mahnwesen ließe sich auslagern, so dass vergleichsweise risikolos wieder der Rechnungskauf angeboten werden kann.

So wird eine Anbindung des Shopsystems an den Dienstleister installiert, über die der Shopbetreiber sofort das Risiko des Käufers anhand eines einfachen Ampelsystems abschätzen kann. So werden riskante Käufe bereits im Vorfeld elemeniert, und dem Käufer nur die “sicheren Zahlungsmethoden” angeboten, der Rechnungskauf wird allerdings verweigert.

Kommt es trotz positiver Vorabprüfung dennoch zu einem Zahlungsausfall, so übernimmt der Dienstleister das Risiko zu 100%, so dass der Shopbetreiber ohne Zahlungsausfälle kalkulieren kann.

Die Kosten für diese Dienstleistung orientieren sich meist an dem Warenkorbwert, der über Rechnungskauf abgewickelt wird, und bewegen sich im Bereich von etwa 3,5% - abhängig vom Gesamtvolumen, der über Rechnungskauf abgewickelt wird. Unter Umständen kann auch eine Pauschale je Anfrage erhoben werden, aber wie überall entscheidet auch hier das Verhandlungsgeschick.

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Ein Kommentar
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  1. Ich kann es auch nicht so recht verstehen, wehalb soviele Shopbetreiber keinen Rechnungskauf anbieten. Das Risiko ist ganz klar kalkulierbar und die Steigerung der Verkaufszahlen lassen sich ebenfalls ziemlich genau messen. In meinen Augen sollte diese Zahlungsoption deshalb zumindest getestet werden, je nach Produktpalette & Zielgruppe schwankt die Zahlungsbereitsschaft sowie die Zahl der Zahlungsausfälle. In der Regel kann man sich am Ende aber ziemlich genau ausrechnen ob es sich für den einzelnen lohnt oder nicht.

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