Aufbau eines Link-Portfolios 2

12. März 2009 | Von Alicia Kaleta | Kategorie: Featured Articles, Suchmaschinenoptimierung

Nachdem durch Webkatalogeinträge und Verzeichnisse die ersten Links auf die eigene Webseite generiert werden konnten (siehe Aufbau eines Linkportfolios 1), geht es nun darum, qualitativ hochwertige Links zu erhalten, da diese Links aus Google-Sicht ein besonders wichtiger Indikator für die Relevanz und die Bedeutung der eigenen Seite haben.

Ein qualitativ hochwertiger Link ist im besten Fall:

  • von einer qualitativ hochwertigen und vertrauenswürdigen Seite
  • ein Textlink
  • innerhalb eines thematisch passenden Content-Bereiches positioniert
  • möglichst wenige Klicks von der Startseite entfernt
  • möglichst weit oben im Quelltext positioniert
  • dauerhaft gesetzt
  • gleichzeitig mit der Veröffentlichung des Contents
  • ohne „nofollow“-Attribut
  • teilt seinen Platz auf der (Unter-)seite mit wenigen/ keinen weiteren externen Links
  • enthält das Keyword im verlinkten Text.

Nachdem man weiß, was man will und vielleicht schon einige potentielle Partner recherchiert hat, die eine themenrelevante Seite besitzen, geht es nun darum, diese fremden Webmaster davon zu überzeugen, auf die eigene Seite zu linken.

Da man nur in den seltensten Fällen einen qualitativ hochwertigen Link bekommt, ohne etwas dafür zu tun, sollte man sich nicht davor zurückscheuen, den Webmastern die eigenen Inhalte mehr oder weniger unter die Nase zu reiben.

So nicht...

So nicht...

Besser ist, eine höflich formulierte und persönlich adressierte Email zu schreiben, in der man diese Menschen von den interessanten Inhalten seiner Webseite zu überzeugen versucht. Aus der Email sollte deutlich hervorgehen, welchen Mehrwert bzw. Vorteil sich für beide Seiten ergibt. Dann besteht eine große Chance, dass ein Link gesetzt wird. An dieser Stelle kann ein kurzes Telefonat oft Wunder bringen.

Wenn genügend dieser Links zustande kommen, kann sich die eigene Webseite zu einer Autorität in dem besagten Themenbereich entwickeln. Das wird von Google mit besseren Positionen belohnt.

Der Schlüssel zum Glück heißt „Content, Content, Content“. Ohne interessante und einzigartige Inhalte bringen hübschesten Emails und die nettesten Telefonate nichts.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Links zu tauschen, zu kaufen oder zu mieten. An dieser Stelle seien zwei Auszüge aus den Google Richtlinien für Webmaster erwähnt:

Vermeiden Sie Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen. Beachten Sie die folgende Regel: Sie sollten kein schlechtes Gefühl haben, wenn Sie den Inhabern einer konkurrierenden Website Ihre Vorgehensweise erklären müssten. Eine weitere hilfreiche Frage lautet: “Nutzt dies den Besuchern meiner Website? Würde ich das auch tun, wenn es keine Suchmaschinen gäbe?“

Nehmen Sie nicht an Linktauschprogrammen teil, die dazu dienen, Ihr Ranking oder Ihren PageRank zu verbessern. “

Als Linktauschprogramme werden folgende Maßnahmen aufgeführt:

  • Links mit der Absicht, den PageRank zu manipulieren
  • Links zu Webspammern oder “schlechter Nachbarschaft” im Web
  • Übermäßiger Linkaustausch und übermäßige gegenseitige Vernetzung
  • Kaufen oder Verkaufen von Links mit einem PageRank

Es schadet sicherlich nichts, wenn man den einen oder anderen Link zu einer befreundeten und thematisch passenden Seite tauscht. Nicht umsonst wird in den Google Richtlinien „übermäßiger“ Linktausch genannt, welcher das Suchergebnis auf unnatürliche Weise manipuliert. Und wer hat sich nicht schon einmal hohe Suchergebnisse geärgert, die keine Antwort auf die eigentliche Frage hatten.

Obwohl Links z.Z. noch eines der stärksten Kriterien für ein hohes Suchmaschinenranking darstellen und die Methoden zum Generieren von Links immer ausgefeilterwerden, arbeitet Google mit Hochdruck daran, Manipulationsversuche zum positiven Beeinflussen der Ergebnisseite zu unterbinden.

Wohlmöglich werden die Suchmaschinen das Kriterium “Link” in zukunft weniger stark gewichten, zumal nur die wenigsten Menschen im Web die Möglichkeit haben anhand eines Links auszudrücken, dass ihnen eine bestimmte Seite gefällt. Der Content einer Seite wird als Relevanzkriterium weiter zunehmen und über kurz oder lang der Schlüssek zum Glück werden.

Eine hohe Position muss sich erst verdient werden. Die beste Methode, die Webmaster anderer Webseiten dazu zu bewegen, Links auf die eigene Seite zu setzen, ist individueller und relevanter Content, der sich schnell großer Beliebtheit bei der Internet-Community erfreut. Je nützlicher der bereitgestellte Content ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch andere Webseitenbetreiber diesen Content als wertvoll für ihre Leser erachten und Links zur eigenen Seite setzen.

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